10 Schritte zur Firmen Gründung

 

Es gibt viel zu tun, wenn man die eigene Firma gründen möchte. Idee, Businessplan, Rechtsform, Finanzierung, Markenschutz, Versicherungen, Notartermine, Verträge etc. sind einige der Schlagworte auf dem Weg zur Firmengründung. Für viele Gründer ist die eigene Firma gründen ein Buch mit sieben Siegeln. Deshalb finden Sie nachfolgend 10 wichtige Schritte der Unternehmensgründung.

1. Schritt: die Planungsphase

 

Bevor Sie tatsächlich offiziell Ihre Firma gründen, steht die Planungsphase an. Laut KfW Gründungsmonitor beträgt die durchschnittliche Vorbereitungszeit sieben Monate von der Idee bis zum eigentlichen Unternehmensstart. 50 % aller Gründer sind allerdings in drei Monaten damit durch, wenn sie ihre Firma gründen wollen. Viele Gründer spielen natürlich auch zunächst längere Zeit mit dem Gedanken der Firmengründung. Dies zeigt auch ein Blick auf die Zeit der intensiven Gründungsvorbereitung, die die Optimierung der Idee, den Businessplan und die Behördengänge umfasst. Diese dauert im Durchschnitt 2,5 Monate, wobei auch hier über 50 % der Gründer sich weniger als einen Monat Zeit nehmen.

 

Unser Tipp: Lassen Sie sich Zeit und legen Sie großes Augenmerk auf ein valides Geschäftsmodell. Danach folgt die detaillierte Ausarbeitung Ihres Businessplans, der das Fundament für eine erfolgreiche Firmengründung bildet. Achten Sie dabei insbesondere auch auf einen möglichst realistischen Finanzplan. Er zeigt Ihnen auf, wie viel Kapital notwendig ist und ob sich Ihre geplante Firma lohnt.

2. Schritt: Haupt- oder Nebenerwerb?

 

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist für viele Gründer ein großes Wagnis. Daher probieren zahlreiche Existenzgründer auch zunächst eine nebenberufliche Selbstständigkeit aus. Ob Sie allerdings im Nebenerwerb eine Firma gründen oder direkt Vollzeit starten, spielt für die grundsätzlichen Anforderungen an die Firmengründung keine Rolle. Allerdings müssen Sie noch einige Dinge beachten, wenn Sie sich nebenberuflich selbstständig machen. Wichtige Themen wie Steuern, die Anmeldung oder ob der Arbeitgeber informiert werden muss, darf man nicht vergessen. Als Existenzgründer können Sie die nebenberufliche Selbstständigkeit nutzen, um zu testen, ob und wie gut ihre Geschäftsidee ankommt. Wichtig ist aber auch bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit, dass Sie sich gut vorbereiten.

 

Erstellen Sie Ihren Businessplan und wägen Sie Vor- und Nachteile ab. Für einen optimalen Start können Sie ein gefördertes Gründercoaching nutzen.

 

3. Schritt: Marken prüfen und ggf. schützen

 

Neuland betreten viele Gründer bei rechtlichen Fragen, wenn sie eine Firma gründen. Doch diese sind von großer Bedeutung bei der Firmengründung und sollten nicht vernachlässigt werden. Schließlich sollte das Unternehmen unter einer geeigneten Internetadresse zu finden sein. Der Firmenname sollte klar und eindeutig sein. Ein Markenschutz für die Produkte und Dienstleistungen sichert die Position im Wettbewerb. Allerdings dürfen Sie nicht außer Acht lassen, dass diese Themen keine Einbahnstraße sind. Wenn Sie eine Firma gründen, müssen Sie auch darauf achten keine bestehenden Schutzrechte zu verletzen.

 

4. Schritt: die Unternehmensfinanzierung sichern

 

Eine Selbstständigkeit bedeutet zunächst Investitionen und Kosten. Und das Ersparte reicht oft nicht aus. Der Gedanke an den Bankkredit kommt vielen Gründern dann schnell. Doch die Unternehmensfinanzierung kann vielfältig sein. Ausgangspunkt ist der Finanzplan, den Sie im Businessplan erstellt haben. Dieser zeigt auf, welchen Kapitalbedarf Sie für Ihre Firmengründung haben. Zur Unternehmensfinanzierung können dann Fördermittel, Eigenkapital, Kredite oder Zuschüsse genutzt werden: beschaffen Sie ausreichend Kapital, wenn Sie Ihre Firma gründen.

5. Schritt: welche Genehmigungen sind nötig?

 

Sie schneiden gerne Haare und möchten einen Friseursalon aufmachen? Ganz so einfach ist es aber nicht. So fällt dieser Handwerksberuf unter die Meisterpflicht. Auch ein Restaurant zu eröffnen, bevor Sie das Bauamt nicht kontaktiert haben, ist nicht zu empfehlen. Genehmigungen, Zulassungen oder bestimmte Qualifikationen können erforderlich sein, wenn Sie eine Firma gründen. Informieren Sie sich im Vorfeld gut, bevor Sie zum Start Ihrer Selbstständigkeit Probleme bekommen.

6. Schritt: Unternehmensform, Konto und Verträge

 

Die Unternehmens- bzw. Rechtsform ist mit unterschiedlichen Anforderungen verbunden, wenn Sie die Firma gründen wollen und können den Gründungsprozess spürbar verlängern. Während Einzelunternehmen oder Personengesellschaften wie die GbR schnell zu gründen sind, dauert es bei Kapitalgesellschaften wie der GmbH oder UG länger. Gründe hierfür sind die Termine beim Notar und der notwendige Eintrag ins Handelsregister.

Verbunden mit der Gründung ist auch die Eröffnung eines Geschäftskontos. Kapitalgesellschaften werden vom Notar erst dann beim Handelsregister angemeldet, wenn das Stammkapital einbezahlt worden ist (erfolgt in der Regel auf ein Geschäftskonto). Für Freiberufler und Einzelunternehmen ist ein separates Geschäftskonto zwar nicht zwingend notwendig, aber auf jeden Fall ratsam – nur so können private und berufliche Finanzen voneinander getrennt werden. Eng mit dem Aspekt der Rechtsform ist auch das Thema der notwendigen Verträge verknüpft. Allerdings sollten Sie nicht nur an den Gesellschaftsvertrag oder die Geschäftsführerverträge denken. Auch Arbeitsverträge für mögliche Mitarbeiter oder Allgemeine Geschäftsbedingungen sowie Vorlagen für Kundenverträge sollten zum Start bereits parat liegen.

7. Schritt: die Standortfrage klären

 

Wenn Sie nicht in den eigenen vier Wänden Ihre Firma gründen, sondern ein Büro, ein Ladenlokal, eine Werkstatt oder ein Restaurant mieten, dann gilt es, sich mit der Frage nach dem geeigneten Standort auseinander zu setzen. Es gibt zahlreiche wichtige Faktoren, die Sie bei der Standortfrage berücksichtigen sollten, damit die Kunden auch den Weg zu Ihnen finden – frei nach der Redensart: alle Wege führen nach Rom.

 

8. Schritt: bei welchem Amt anmelden?

 

Ohne Ämter geht nichts, wenn man eine Firma gründen will. Zahlreiche Anmeldungen sind Pflicht und Bußgelder drohen, wenn es versäumt wird. Und ohne eine Steuernummer vom Finanzamt kann man noch keine Rechnungen schreiben. Aber auch hier gilt, schrittweise geht es voran. Und so sind Sie schnell auf der Zielgeraden, wenn Sie Ihre Firma gründen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Gewerbeanmeldung und für Kapitalgesellschaften der Handelsregistereintrag.

 

9. Schritt: der perfekte Außenauftritt

 

Zu den Vorbereitungen, wenn Sie eine Firma gründen, gehört auch, dass Sie Ihren Außenauftritt optimal gestalten. Dazu zählen bspw. das Firmenlogo oder die Webseite ebenso wie eine richtig erstellte Rechnung oder rechtliche Aspekte wie das Impressum und die Datenschutzerklärung. Der erste Eindruck zählt – das gilt für Ihr Unternehmen beim Kundenkontakt genauso wie bei der ersten Verabredung. Also geben Sie Ihr Bestes und überzeugen mit einem gelungenen Außenauftritt.

 

10. Schritt: Kunden gewinnen

 

Nach der Planung und den zahlreichen Formalitäten haben Sie erfolgreich Ihre Firma gründen können. Doch nun geht es darum Umsätze zu erzielen und erfolgreich den Markteintritt zu bewältigen. Viele Leute würden vielleicht gerne bei Ihnen kaufen – doch die wenigsten Menschen kennen Ihr Angebot. Und auch wenn Sie von Ihren Produkten oder Ihrer Dienstleistung völlig überzeugt sind – bei möglichen Kunden müssen Sie zunächst noch viel Überzeugungsarbeit leisten.

Es gibt vielfältige Wege Werbung für Ihr Angebot zu machen. Dass Sie Werbung machen, steht außer Frage. Allerdings sollten Sie – auch aus Budgetgründen – ein stimmiges Marketingkonzept entwerfen und umsetzen.

 

Wir helfen Ihnen, Ihre Firma zu gründen! Es gibt viele Baustellen auf dem Weg zur Firmengründung. Doch wir können Ihnen helfen, alle Herausforderungen zu meistern. Wir Gründercoachs erarbeitet mit Ihn en den Businessplan und begleiten die Unternehmensfinanzierung.

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