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Förderprogramme

viele Fragzeichen

Die große Frage nach dem WARUM?

In der vergangenen Woche war ich auf so vielen Telefonkonferenzen, Webinare, Calls – dass ich sie gar nicht mehr zählen mag. Eine Sache poppte bei vielen dieser Gespräche auf:

Die Frage nach dem Warum

 

Meiner Meinung nach ist das Wissen nach dem Warum ein urmenschliches Grundbedürfnis. Warum hat er/sie mich verlassen? Warum tappe ich immer wieder in das Schlamassel? Warum habe nur ich immer so viel Pech? Warum ist Nachbars Garten grüner? Warum haben wir die COVID-19 Pandemie?

Gleichzeitig glaube ich, gehen wir das Problem mit der Warum-Frage komplett falsch an. Wir sind so darauf fokussiert, eine Antwort zu finden, dass wir auf die abstrusesten Antwort-Ansätze anspringen. Derzeit gehen zahlreiche Spekulationen viral – und jetzt? Was bringt es dir persönlich, wenn du diesen Spekulationen Glauben schenkst? Okay, du hast einen Schuldigen, der nicht du selbst bist. Aber bringt dich das Wissen um einen eventuell Schuldigen weiter? Ist damit das Problem gelöst? Geht es dir besser?

Ich schreibe bewusst provokant, da ich glaube, dass die Warum-Frage komplett kontraproduktiv ist. Meistens werden wir keine befriedigende Antwort erhalten. Da wir uns jedoch so sehr nach einer Antwort sehnen, wird uns diese Warum-Frage regelrecht auffressen. Unser ganzes Denken dreht sich nur noch um die Beantwortung dieser Frage.

Merkst du was? In dem Moment, wo du dich nur noch um das Warum kümmerst, hast du weder Zeit noch Kraft, dich um die eigentlichen Lösungen zu kümmern.

Es gibt natürlich auch Warum-Fragen, die berechtigt sind. Das möchte ich hier ausdrücklich betonen. Warum bin ich zu dick? (Eine Frage, die sich vor allem Frauen gern stellen) Hier ist man aber meistens selbst der Schuldige, denn die Antwort lautet schlicht: Weil ich mich falsch ernähre. Viele Frauen sind an dieser Stelle geknickt, beschimpfen sich selbst. Eigentlich müsste jetzt aber die Frage kommen: Was kann ich tun, damit ich mich nicht mehr falsch ernähre? – Noch einmal, das ist nur ein Beispiel.

Im Falle von COVID-19 werden du und ich heute keine befriedigende Antwort finden. Ja, wir können uns Verschwörungstheorien ansehen/anhören und können ihnen Glauben schenken. Jeder kann glauben, was er möchte. Nach wie vor bleibt aber die Frage: Was bringt dir die Antwort? Kannst du die Situation ändern? Ändert sich die Situation für dich automatisch, wenn du einen Schuldigen benennen kannst?

Vielleicht aber gibt es gar keine tieferen Hintergründe und die Pandemie ist einfach nur das, was sie ist – eine Pandemie.

Die viel wichtigere Frage ist doch die: Wie geht es jetzt für dich/für mich weiter? Was kann ich persönlich tun, damit ich bestmöglich aus der Situation herauskomme?

Wie bereits im letzten Beitrag geschrieben: Verschaffe dir einen Überblick über deinen aktuellen StatusQuo. Mache dir eine Übersicht über das BestCase-Szenario und über das WorstCase-Szenario. Niemand will das, aber wenn du vorbereitest bist, trifft es dich nicht überraschend. Gleichzeitig kannst du dir aber jetzt schon überlegen: was kann/muss ich tun, damit das WorstCase-Szenario erst gar nicht eintrifft.

Falscher Stolz und falsche Scham sind absolut fehl am Platz.

Ab heute hat die IBB ihren Zugang für die Beantragung des Hilfsprogramms für Kleinunternehmen geöffnet. Der Server ist bereits seit Stunden down und es gibt Wartenummern.

Du kannst Kurzarbeitergeld für deine Angestellten beantragen, ALG II für dich selbst – also Grundsicherung. Diese wird aktuell ohne Bedürftigkeitsprüfung gezahlt. Mit Sicherheit ist ALG II nicht toll, aber besser als nichts. Und wenn du das nicht kannst, weil dein Unternehmen mehr als 10 MA hat, dann gibt es die Liquiditätshilfe der KfW. Falls du in einem der genannten Punkte Rat oder Unterstützung benötigst, bin ich gern kostenfrei für dich da. Warum? (da ist sie wieder – diese Warum-Frage) Weil wir alle im selben Boot sitzen.

Bleib Gesund! Dein Team von Fördermittel-Wegbereiter

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leere Taschen bei Unternehmern

Selbstständige und Freiberufler erhalten Unterstützung

Ziel der Bundesregierung ist es, die Liquidität von Firmen sicherzustellen, die wegen der Coronavirus-Krise in Finanznöte geraten.

Die Unsicherheit ist groß – vielen kleinen Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern geht der A … sprichtwörtlich auf Grundeis.

Rechnungen,  Löhne müssen weiterbezahlt werden, aber es kommen keine Umsätze mehr rein.

Ich hatte vorgestern bereits angekündigt, dass vonseiten der Bundesregierung massive Hilfsprogramme in Aussicht gestellt wurden. Vorgestern waren sie mir noch nicht weitreichend genug, aber in 36 Stunden kann sich viel tun. Und so hat Peter Altmaier noch einmal betont, dass die Hilfsangebote schnell ausgereicht werden müssen. Banken auf die üblichen langwierigen Prüfprozesse verzichten sollten, da die KfW  und Bürgschaftsbanken die größten Anteil der Haftungen übernehmen.
Okay, was konkret kann also jetzt ein kleines Unternehmen tun?

  • Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit beantragen. Dies kann ab heute rückwirkend zum 1. März erfolgen. Bedingung ist, dass 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mindestens 10 Prozent haben.
  • Sonderentlastungen bei Steuerzahlungen – hierbei sollte jeder Unternehmer auf der Website seines Finanzamtes nachschauen. Konkret gemeint sind Stundungen, Senkungen der Vorauszahlungen sowie Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen, bei Freiberuflern Aussetzung der Einkommenssteuervorauszahlung
  • KfW – Hilfe für Unternehmen – die Haftungsfreistellung wurde durchgängig auf 80% erhöht, das Kreditvolumen und auch die Antragsgrenze wurden erhöht
  • Bürgschaftsbanken – diese übernehmen die fehlende Haftung bei Krediten
  • Freiberufler und Selbstständige erhalten eine Entschädigung. Durch das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten bekommen Freiberufler ausgehend vom Gewinn des vorangegangenen Jahres eine Entschädigung. Dazu zählt auch eine Erstattung der Aufwendungen für soziale Sicherung bei privat Krankenversicherten (§ 56 und 58 IfSG). Bedingung ist, dass sie den entfallenen Umsatz nachweisen können.
  • aktuell vorbereitet, aber dato noch nicht beschlossen, ist die Aussetzung der Pflicht zur Anmeldung von Konkurs bei Kapitalgesellschaften. Zitat: “Wir wollen verhindern, dass Unternehmen nur deshalb Insolvenz anmelden müssen, weil die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen nicht rechtzeitig bei ihnen ankommen. Die reguläre Drei-Wochen-Frist der Insolvenzordnung ist für diese Fälle zu kurz bemessen. Deshalb flankieren wir das von der Bundesregierung bereits beschlossene Hilfspaket mit einer Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30. September 2020″, kündigt Justizministerin Christine Lambrecht an. 

 

Das sind per Stand 17.3. 12:00 die aktuellen Hilfsangebote. Ich halte euch weiter auf dem Laufenden.

Bleibt Gesund! Euer Team von Fördermittel Wegbereiter

 

 

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Einkaufsliste Corona

Mein Appell an alle

In Krisenzeiten giert der Mensch nach Informationen.

Früher belagerten Familien den Radioempfänger, dann den Fernseher und heute wird im Internet nach relevanten Infos gesucht.
Dabei bleibt es nicht aus, dass auch Fake-News, Falschnachrichten im Netz kursieren. Sei es die über WhatsApp verbreitete Sprachnachricht einer besorgten Mutter oder der getürkte Zeitungsbericht mit eingeschränkten Ladenöffnungszeiten. Auch Nachrichten über angeblich gefundene Heilmittel sind falsch.

Wenn der Mensch in Panik gerät, reagiert er unlogisch. Wikipedia beschreibt Panik so: durch eine plötzliche echte oder vermeintliche Gefahr hervorgerufene, übermächtige Angst, die zu unüberlegten Reaktionen führt. Quelle Wikipedia
Das führt dann dazu, dass man als Herdentier losrennt und dringend alle Läden nach Klopapier abklappert. Oder auch dazu, dass man schnell noch eine Corona-Party feiert.

Mittlerweile wurde ein Corona-Codex ins Netz gestellt, den ich euch hier zum Download ebenfalls bereitstelle.

Mit dem Verbreiten von Gerüchten ist niemandem geholfen. Daher prüft lieber zweimal, ehe ihr eine angeblich dringende Message weiterleitet. Recherchiert, ob die Nachricht wahr sein könnte. Wir wissen noch nicht, ob und wie sich unsere Gesellschaft durch die aktuellen Maßnahmen verändern wird. Mit Panik ist jedoch niemandem geholfen. Denken wir lieber an die die Beispiele der Italiener, die der Isolation durch Balkon-Konzerte trotzen.

Ein weiteres tolles Beispiel ist der Duden-Verlag, denn er stellt sein Nachhilfe-Portal für die kommenden zwei Monate kostenfrei zur Verfügung. Die Anmeldung ist noch bis zum 31. März möglich. So können die Kids zu Hause lernen und Mama/Papa ihr Wissen auffrischen. Vielleicht ist das ja auch eine nette Familienaktion.

Helfen wir unseren älteren Nachbarn und schützen sie, indem wir notwendige Einkäufe für sie übernehmen. Gehen wir selbst regelmäßig an die frische Luft.

Ich bin schon immer ein positiv denkender Mensch und sehe in jeder Krise auch eine Chance. Daher ist mein Appell an alle Leser: Lasst uns weniger jammern und nicht gierig all die negativen Nachrichten aufsaugen. Orientieren wir uns lieber an den Dingen, die trotz aller Herausforderungen positiv sind.

Dazu gehört meiner Meinung nach, im ersten Schritt eine Bestandsaufnahme: Wo stehen wir familiär, finanziell, wirtschaftlich, gesundheitlich.
Im zweiten Schritt sollten dann verschiedene Szenarien durchgeplant werden. BestCase, WorstCase und logischerweise auch die Mittelvariante.

Dann lasst uns aufschreiben, für was wir jetzt und hier dankbar sind. Täglich! All die kleinen Dinge, an denen wir sonst in der Hektik des Alltags unbeachtet vorbei rennen. Lasst uns innehalten und uns bewusst genau auf diese Dinge konzentrieren.

Wir alle haben Angst. Auch ich. Ungewissheit ist eine der schlimmsten Ängste, die wir haben können. Sind wir obige Schritte gegangen, wissen wir zwar immer noch nicht, was das Virus bei uns auslöst. Wir wissen immer noch nicht, wie es unserer Firma und/oder der Familie in zwei Wochen geht. Ganz ehrlich? Das wüßten wir ohne Virus auch nicht, denn niemand von uns kann in die Zukunft schauen.
Aber wir müssen nicht mehr in Panik fallen, da wir uns bestmöglich vorbereitet haben. Über Hilfsmöglichkeiten von Bund und Länder halte ich euch weiterhin auf dem Laufenden. Denn ich kann euch versichern, dass die Bundesregierung alles in ihrer Macht stehende tun wird, den Schaden für die Wirtschaft so klein wie möglich zu halten.

Bleibt Gesund! Euer Team von Fördermittel-Wegbereiter

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